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Wenn ich an Julie denke, dann erinnere ich mich immer gerne an das fröhliche, neugierig interessierte, agile Mädchen, das immer gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt war – wie es das Bild von meinem Besuch in Denver, im Jahr 1977 schön in Erinnerung hält. Ihr herzhaftes Lachen wirkte immer ansteckend, alle mußten mitlachen. Sie war unserer Familie in Deutschland sehr ans Herz gewachsen und unsere Verbindung konnte durch Ihre zahlreichen Besuche bei uns wunderbar vertieft werden. Ihr war es besonders in den letzten Jahren sehr wichtig, den Kontakt zu mir als Cousine mütterlicherseits zu halten und so oft wie möglich bei Ihren Europabesuchen vorbeizukommen. Für Julie war Ihre Familie, egal in welchem Land sie wohnt, sehr, sehr wichtig.
So besuchten uns in den anfänglichen achtziger Jahren Julie und Ihre Mutter Adelheid in Mönchengladbach und planten mal eben für das Wochenende in die Schweizer Alpen zu fahren. Wir waren damals sehr erstaunt, da es für uns in der damaligen Zeit auf Grund der Entfernung ( 700 KM) fast unmöglich erschien mal eben dorthin zu fahren. Nicht für sie – aus Amerika waren sie die weiten Entfernungen gewöhnt.
Hier in unserer Region liebte Sie einen Ort ganz besonders – In der Voreifel, das Kloster Maria Laach, das von Benediktinermönchen geführt wird. Diesen Ort durfte ich zweimal zusammen mit ihr und Mark besuchen. Beim letzten Besuch entführten wir, Manfred und ich, die beiden dann an die Mosel, um dort einen Klettersteig durch den Weinberg Calmont zu absolvieren. Eine etwas andere Klettertour als bei ihr zu Hause üblich, jedoch ebenfalls beeindruckend für alle. Manfred und ich sind für diese gemeinsamen Tage im Mai 2023 sehr dankbar und erinnern uns gerne daran.
Gerne schwelge ich in schönen Erlebnissen mit ihr und anderen Familienmitgliedern, festgehalten in vielen Fotos. Fotos, die wir früher per Post über den großen Teich von Tante Adelheid geschickt bekamen, zahlreiche Fotos von der lieben Tante Toni aus dem Harz und natürlich aktuelle, digitale Bilder aus der heutigen Zeit, die es uns in den letzten Jahren ermöglichten zwischen den Besuchen am gegenseitigen Leben teilzuhaben.
Wir vermissen dich liebe Julie sehr, wohlwissend dass dein „Lebenselexier“ weiterhin unter uns ist und wir sehr dankbar für die gemeinsame Zeit sind.
English version
When I think of Julie, I always remember the cheerful, curious and agile girl who was always in a good mood and ready to joke – as the picture from my visit to Denver in 1977 beautifully reminds me of.
Her hearty laugh was always contagious; everyone had to join in. She had become very dear to our family in Germany and our bond was wonderfully deepened through her numerous visits. Especially in recent years, it was very important to her to maintain contact with me as her maternal cousin and to visit as often as possible during her visits to Europe. For Julie, her family, no matter where they lived, was very, very important.
In the early 1980s, Julie and her mother Adelheid visited us in Mönchengladbach and planned a weekend trip to the Swiss Alps. We were quite surprised as the distance (700 km) seemed almost impossible for us at that time. Not for them — they were used to long distances from America.
Here in our region she loved one place in particular: the Maria Laach Monastery in the Voreifel region, run by Benedictine monks. I was privileged to visit this place twice with her and Mark. On our last visit, Manfred and I took them to the Moselle to complete a via ferrata through the Calmont vineyard. A somewhat different climbing tour than the one she usually does at home, but equally impressive for everyone. Manfred and I are very grateful for these days together in May 2023 and fondly remember them.
I enjoy reveling in the wonderful experiences we had with her and other family members, captured in many photos. Photos that we used to receive by mail across the pond from Aunt Adelheid, numerous photos from our dear Aunt Toni from the Harz Mountains, and of course recent digital images from the present day, which have allowed us to share in each other’s lives between visits over the past few years.
We miss you Julie, knowing that your “elixir of life” is still with us and we are very grateful for the time we spent together.
Ulrike mit Ann-Kathrin und Christian und Manfred



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